Mit Spinnrute und Wathose auf Raubfisch – Tipps und Tricks

Mit Spinnrute und Wathose unterwegs

Wathosen* sind nicht nur etwas für das Angeln an der Küste, sondern auch für kleinere regionale Gewässer der absoluter Top-Tipp! Denn gerade dort wo das Angeln mit dem Boot nicht gestattest ist, kann eine gute Watausrüstung Gold wert sein. In dem folgenden Artikel erfährst du, wie du dir mit Spinnrute und Wathose einen großen Vorteil verschaffst und deine Fangerfolge verdoppeln kannst!

Inhaltsverzeichnis:

  1. Vorteile einer guten Watausrüstung
  2. Das gehört zu einer guten Watausrüstung
  3. Das sind geeignete Watgürtel
  4. Kescher oder Fischgreifer mitnehmen?
  5. Wohin mit Angelausweis, Handy und Papiere?
  6. Wohin mit den Ködern?
  7. Wie hänge ich meine Utensilien ein?
  8. Welche Angelstellen sind geeignet?

Welche Vorteile hat die Kombination aus Spinnrute und Wathose?


Es gibt zahlreiche Gewässer bei denen das Angeln mit Boot nicht erlaubt ist. Gerade dort, wo die Ufer nur schwer zugänglich und die Ränder stark mit Schilf bewachsen sind, findet man oft die besten Raubfischbestände. Selbst an den kleinsten Seen, dort wo man es eigentlich nicht erwartet, sind oftmals unerwartet gute und vor allem große Fänge zu machen. Genau dort solltest du angreifen! Oft ist es so, dass an solchen Gewässern nur wenige Angelstellen zur Verfügung stehen. Die meisten Angler kommen mit Standard-Bekleidung mit der sie nur an den bereits beangelten Stellen fischen. Es ist ihnen so unmöglich im Schlamm, Sumpf oder hinter den Schilfkanten zu fischen, dort wo gute Räuber stehen. Also ist genau das die perfekte Chance für dich dir einen fetten Pike zu schnappen! Dabei muss es keine teure Wathose sein, es gibt bereits günstige Modelle für unter 100 Euro die bestens zum Spinnfischen geeignet sind. Hier sind ein paar geeignet Wathosen:

Vorteile mit der Kombination aus Spinnrute und Wathose:

  • du kannst an sonst unzugänglichen Stellen fischen
  • du bekommst Zugang zu mehr Fischen und Angelstellen
  • eine Wathose ist nicht teuer und schnell angezogen

Das gehört alles zu einer guten Watausrüstung:


Wenn du mit Spinnrute und Wathose im Wasser stehst, ist es wichtig das du neben deiner Wathose noch weitere wichtige Utensilien mit dir führst. Denn anders als beim traditionellen Uferangeln musst du beim Angeln mit der Wathose alles direkt bei dir führen. Schließlich willst du ja nicht bei jedem Köderwechsel zurück ans Ufer laufen. Kescher, Greifer, Köderbox, Zange, Angelausweis, Handy etc. müssen alle samt bei dir sein und das 100% wasserdicht.

Damit du all diese Dinge unkompliziert und sicher bei dir tragen kannst, empfiehlt sich ein Watgürtel mit Ösen, an dem du dein Gepäck einhängen kannst. Der Watgürtel dient nicht nur als Gepäckträger sondern schützt dich zusätzlich vor eindringenden Wasser, falls du mal in ein tiefes Loch trittst. Ohne Watgürtel kann deine Wathose schnell mit Wasser voll laufen und das kann, gerade wenn du alleine mit Spinnrute unterwegs bist, sehr gefährlich werden.

An die Ösen des Watgürtels kannst du beispielsweise deinen Fischgreifer, Kescher oder eine schwimmende Köderbox einhängen. Bei Köderwechsel kannst du deine Rute in den Watgürtel stecken, so hast du beide Hände frei. Der Watgürtel ist somit ein unverzichtbares Utensil.

Beim Raubfischangeln mit Spinnrute und Wathose solltest du auf alle sperrigen Gegenstände verzichten. So kannst du an sonst unzugänglichen Angelstellen fischen, ohne ständig irgendwo im Gestrüpp hängen zu bleiben. Deinen Angelschein kannst du in die Brusttasche der Wathose stecken oder du besorgst dir eine wasserdichte Tasche, welche du um deinen Brustkorb, Hüfte oder Oberschenkel schnallst. Wichtig ist, das du möglichst kompakt ans Wasser gehst. So hast du alles bei dir, ohne das dich etwas beim fischen behindert.

Ist deine Ausrüstung einmal komplett, bist du unglaublich flexibel und kommst an richtig geile Angelplätze, überall dort wo niemand anderes Angelt und wo richtig gute Fische stehen.

Das solltest du immer dabei haben:

  • Wathose
  • Watgürtel
  • Fischgreifer / LipGrip / Kescher
  • Zange zum lösen des Köders
  • wasserdichte Tasche
  • schwimmende Köderbox

Welchen Watgürtel kann ich nehmen?


Ein guter Watgürtel sollte aus robustem Stoff bestehen und sich stufenlos verstellen lassen. Es ist wichtig das der Gürtel immer eng um deine Hüfte geschnallt werden kann, nur so wird verhindert das Wasser eindringt und nur so geht auch nichts verloren. Des weiteren sollten Ösen an dem Gürtel vorhanden sein, damit du dort weitere Gegenstände einhängen kannst. Auch hier bringt wieder ein schneller Blick bei Amazon gute Produkte für wenig Geld:


Welche Zange kann ich nehmen?

Um auch tief geschluckte Köder schonend zu entfernen, brauchst du eine lange Zange um an die Haken zu kommen ohne dabei den Fisch zu verletzen. Dazu verwendest du am besten speziell dafür geformte Lösezangen oder eine einfache Aterienklemme.


Kescher oder Fischgreifer mitnehmen?


Beim Fischen mit Spinnrute und Wathose solltest du auf alle sperrigen Gegenstände verzichten, denn diese behindern dich beim Spinnangeln. Bei kleineren Zielfischen wie Barsch oder Forelle ist ein kleiner Forellenkescher, den du am Rücken oder an deinem Watgürtel befestigst ideal. Sollte dein Zielfisch großer Hecht oder Zander sein, dann solltest du deinen Kescher, zumindest für den Einsatz direkt im Schilf, zu Hause lassen. Denn es ist schlicht und einfach nicht möglich mit einem großen Kescher im Gestrüpp zu hantieren. Hier empfehlen wir dir, wenn du dir die Handlandung noch nicht zutraust, einen Lip-Grip oder auch Fischgreifer genannt als Alternative. Der Greifer wird einfach in den Unterkiefer des Fisches eingehangen, so kannst du den Fisch direkt über oder noch im Wasser abhaken ohne Kescher und Kiemengriff.

Achte aber unbedingt darauf, den Fischgreifer korrekt zu benutzen um keine Verletzungen hervorzurufen. Nutze am besten einen gummierten Greifer und setze diesen ganz vorne am Maul an die Spitze des Unterkiefers an. Schwere Fische solltest du niemals alleine nur am Fischgreifer hochheben, sondern immer zusätzlich mit einer Hand am Bauch unterstützen, damit du den Fisch nicht verletzt. Des weiteren sollte der Fisch ausgedrillt sein, damit er sich nicht noch einmal dreht mit Grip im Maul.


Wohin mit Angelausweis, Handy und Papiere?


Wichtige Unterlagen kannst du in die Innentasche deiner Jacke stecken, darüber ziehst du einfach deine Wathose. Einige Wathosen haben auch wasserdichte Brusttaschen. Vergewissere dich vorher, dass deine Wathose auch dicht ist und keine Beschädigungen aufweist. Eine Alternative dazu sind wasserdichte Taschen welche du am Rücken, Becken oder Oberschenkel festschnallst. Achte hier unbedingt auf gute Qualität! Wenn du dich für eine wasserdichte Tasche entscheidest, dann lies dir die Produktbeschreibung gut durch. Die Tasche darf nicht nur “Wasserabweisend” sein, sondern muss unbedingt 100% wasserdicht sein! Wasserabweisend bedeutet nämlich nur, das das Material Spritzwassergeschützt ist. Bei dem Angeln mit Wathose tauchst du deine Tasche aber zum Teil komplett unter Wasser! Trotz wasserdichter Tasche solltest du wichtige Dokumente immer noch zusätzlich in eine Tüte wickeln, da es sein kann das sich in der Tasche Schwitzwasser bildet und dadurch der Innenraum leicht feucht wird.

Gute wasserdichte Taschen haben ihren Preis, greife hier niemals auf Billigware zurück – denn nichts ist ärgerlicher als ein nasses Handy und durchgeweichte Dokumente. Gute Taschen findest du bspw. in Shops für Motorradbekleidung oder in speziellen Outdoor-Geschäften. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit der Marke “Acerbis” gemacht, welche unter anderem auch sehr gute wasserdichte Taschen herstellt:

 


Wohin mit den Angelködern?


Wenn du nur mit der UL unterwegs bist, dann reicht eine kleine Köderbox welche du in der wasserdichten Tasche trägst. Bei der Jagd auf Hecht oder Zander kommen diese kleinen Boxen aber schnell an ihre Grenzen. Gute Wasserdichte Boxen direkt für den Angeln mit Spinnrute und Wathose sind selten, die meisten laufen irgendwann mit Wasser voll da sie nur Spritzwassergeschützt sind. Daher empfehlen wir dir den Kauf von einer einfachen hohen Tupperbox mit Hänkel. Diese bekommst du schon für unter 10 Euro. Die Box schwimmt, kann zu 3/4 mit Köder befüllt werden und lässt sich einfach mit einem Stück Schnur in deinen Watgürtel einhängen. So schwimmen all deine Köder direkt neben dir und du brauchst beim fischen nur zugreifen – komfortabler geht es nicht.

Sehr empfehlenswert sind die Multiboxen von der Firma Curver, diese haben ein hohes Volumen, einen Hänkel zum einhängen in den Watgürtel und schwimmen selbst bei 3/4 Befüllung mit Ködern immer noch an der Wasseroberfläche. Die Boxen gibt es beispielsweise bei ebay:

 


Wie hänge ich meine Utensilien am Watgürtel ein?


Am besten besorgst du dir Magneteinhänger, das sind kleine Ringe die du direkt am Watgürtel befestigst. An dem Ring ist ein starker Magnet. Ein Ring kommt an den Gürtel, der andere Ring kommt an dein Zubehör. So kannst du einhändig und mit einem Griff deine Köderbox, Zange, Fischgreifer etc. ein- und aushängen. Zusätzlich kannst du dein Zubehör mit einem flexiblen Spiralband verbinden, so passiert auch nichts falls dir mal etwas aus der Hand fallen sollte.

 


Welche Angelstellen sind besonders gut geeignet?


Das Fischen mit Spinnrute und Wathose ist besonders gut für stark bewachsene, naturbelassene und verwinkelte Gewässer geeignet. Also überall dort wo das Spinnangeln sonst auf Grund der Gewässerstruktur sehr schwierig ist. Du solltest in jedem Fall deine Köder an diese Bedingungen anpassen. Ein Oberflächenköder für flache Bereiche sowie ein Offset-Köder sollte daher immer mit dabei sein. So kannst du auch stark bewachsene, flache sowie Stellen mit Hindernissen gut beangeln. Du wirst staunen, welche Räuber dort zu holen sind!

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